Was wir übernehmen – und was nicht
Damit hier keine Missverständnisse entstehen: Unser Kanalbau endet an Ihrer Grundstücksgrenze. Wir verlegen Schmutz- und Regenwasserleitungen auf Ihrem Grund, setzen Schächte, bauen Versickerungsanlagen und stellen die Verbindung bis zum Übergabepunkt her. Alles, was in der Straße liegt – der öffentliche Kanal, der Anschluss an das Ortsnetz, Arbeiten im öffentlichen Verkehrsraum – gehört nicht zu unserem Leistungsbereich und wird vom zuständigen Verband oder von dessen Fachfirmen ausgeführt.
Das hat einen einfachen Grund: Für Arbeiten am öffentlichen Netz gelten eigene Zulassungen und Abnahmeverfahren. Wir sagen Ihnen beim Ortstermin, welcher Teil bei uns liegt und wen Sie für den Rest ansprechen müssen – so wissen Sie von Anfang an, woran Sie sind.
Schmutzwasser: Gefälle ist alles
Eine Abwasserleitung funktioniert über Gefälle. Ist es zu gering, bleiben Feststoffe liegen; ist es zu groß, läuft das Wasser den Feststoffen davon und die Leitung verlegt sich ebenfalls. Für Grundleitungen im Grundstück ist ein gleichmäßiges Gefälle deshalb wichtiger als ein besonders starkes.
Ebenso wichtig ist die Bettung. Ein Rohr, das auf Steinen aufliegt, bekommt Punktlasten und kann brechen. Wir betten die Leitungen in Sand, verfüllen seitlich und verdichten lagenweise, damit sich die Leitung später nicht setzt. An Richtungsänderungen und in festen Abständen setzen wir Kontroll- und Reinigungsschächte – ohne die lässt sich eine verstopfte Leitung später nur aufgraben statt spülen.
Regenwasser: versickern statt ableiten
Viele Gemeinden verlangen inzwischen, dass Regenwasser auf dem Grundstück versickert wird, und rechnen versiegelte Flächen über die Niederschlagswassergebühr ab. Für Sie ist das oft die günstigere Lösung – vorausgesetzt, der Boden nimmt das Wasser auf.
Wir prüfen die Versickerungsfähigkeit und planen danach: einen Sickerschacht, eine Rigole aus Sickerkörpern oder eine Mulde. Entscheidend ist die Dimensionierung – eine zu klein bemessene Rigole läuft bei Starkregen über und nützt genau dann nichts, wenn man sie braucht. Wo versickerungsfähiges Pflaster möglich ist, planen wir das gleich mit ein.
Rückstausicherung: der günstigste Schutz überhaupt
Bei Starkregen kann der Kanal volllaufen. Das Wasser steht dann bis zur Rückstauebene – in der Regel die Straßenoberkante – und drückt zurück in alle Ablaufstellen, die darunter liegen. Wer im Keller eine Dusche, eine Waschmaschine oder einen Bodenablauf hat, bekommt das Wasser genau dort wieder heraus.
Eine Rückstausicherung verhindert das. Im Verhältnis zum Schaden, den ein überfluteter Keller anrichtet, ist sie günstig – und sie gehört zu den Dingen, die im Bestand am häufigsten fehlen. Wenn wir ohnehin an Ihren Grundleitungen arbeiten, ist der Einbau schnell erledigt.
Wenn der Graben offen ist
Der teuerste Teil beim Kanalbau ist nicht das Rohr, sondern der Graben. Wenn er einmal offen ist, sollte alles hinein, was in den nächsten Jahren gebraucht wird: Leerrohre für Strom und Gartenbeleuchtung, Leitungen für die automatische Bewässerung, Wasseranschlüsse für Pool oder Teich, Drainageleitungen.
Das kostet im offenen Graben wenig und spart später ein komplettes Bauvorhaben. Wir sprechen das beim Ortstermin durch, auch wenn Sie den Pool erst in drei Jahren planen – ein Leerrohr im Boden ist der günstigste Weg, sich alle Möglichkeiten offenzuhalten.